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Daten und Fakten

Zahlreiche Unfälle könnten durch ESP deutlich glimpflicher ausgehen oder sogar ganz vermieden werden. Das zeigen Analysen der Unfallforschung der Versicherer. Dies sind:

- 25 % aller Pkw-Unfälle mit Personenschaden und

- 35 bis 40 % aller Pkw- Unfälle mit Getöteten.

Das wären - falls alle Pkw mit ESP ausgestattet wären - pro Jahr rund 37.000 Unfälle mit Verletzten und 1.100 Unfälle mit Getöteten in Deutschland, die deutlich weniger schwere Folgen hätten.

International gibt es ähnliche Ergebnisse: In Großbritannien schätzt man das Nutzenpotenzial von ESP auf 400 Getötete und 3.000 Schwerverletzte pro Jahr (THATCHAM, 2006).

Tatsächlich sind in Deutschland ESP-sensitive Pkw-Unfälle nach der Einführung von ESP als Standard deutlich zurückgegangen. Das zeigten Untersuchungen von DaimlerChrysler (DC) und Volkswagen (VW):

- Der Anteil der Fahrunfälle verringerte sich bei Mercedes-PKW durch ESP um 42 % (DAIMLERCHRYSLER, 2004)

- Unfälle durch „Abkommen von der Fahrbahn" gingen laut VW bei Golf-Fahrzeugen mit ESP um rund 40 % zurück (BECKER et al., 2004).

Auch neuere Studien aus den USA zeigen diese Nutzen-Potenziale für Fahrzeuge mit ESP:

- So reduzierten sich nach einer Studie der University of Michigan, Transportation Research Institute (UMTRI), tödliche Pkw-Alleinunfälle um 36 % (SUV: 52 %) und die Zahl tödlicher Pkw-Unfälle mit Überschlag verringerte sich um 40 % (SUV: 73 %). (GREEN & WOODROOFFE, 2006)

- In einer Studie des Insurance Institute for Highway Safety (IIHS, 2006) wird angegeben, dass ESP die Häufigkeit von Alleinunfällen um 41 Prozent reduziert, tödliche Alleinunfälle sogar um 56 Prozent.

Wenn Sie noch mehr wissen wollen, dann schauen Sie doch mal bei der Unfallforschung der Versicherer vorbei.

 

Funktionsweise von ESP

Durch gezieltes Abbremsen einzelner Räder und Eingriff in das Motor- und Getriebe-Management versucht ESP ein Schleudern des Fahrzeugs zu verhindern. Damit ESP auf eine kritische Fahrsituation reagieren kann, vergleicht ein Mikrocomputer 25-mal pro Sekunde den Fahrerwunsch mit dem Fahrzustand des Pkw.

Der Lenkwinkelsensor liefert den Fahrerwunsch hinsichtlich der Fahrtrichtung, das Motormanagement sowie die Drehzahlsensoren und der Drehratensensor liefern die Signale im Hinblick auf das Verhalten des Fahrzeugs.

Wird eine Differenz zwischen berechnetem Fahrzustand und Fahrerwunsch festgestellt, greift ESP innerhalb von Sekundenbruchteilen ein. Ein Übersteuern wird durch Abbremsen des kurvenäußeren Vorderrades (Abbildung 1), ein Untersteuern durch Abbremsung des kurveninneren Hinterrades (Abbildung 2) korrigiert.

Übersteuern

Übersteuern

 

Untersteuern

Untersteuern

 

 

Typische Situationen, die zum Schleudern führen können, sind ein doppelter Spurwechsel, z. B. weil Sie Ausweichen müssen (siehe auch dieses Video) oder eine Mehrfachkorrektur beim Lenken, z. B. wenn Sie kurzzeitig von der Fahrbahn abkommen und gegen lenken müssen. In beiden Fällen kann ESP helfend eingreifen.

 


Doppelter Spurwechsel

Doppelter Spurwechsel

 

Mehrfachkorrektur beim Lenken

Mehrfachkorrektur beim Lenken

  

Viele weitere Infos können Sie bei den Herstellern finden, z. B. bei Bosch.

Unser Tipp

Lieber auf Nummer sicher gehen beim Autokauf! Machen Sie den ESP-Check und finden Sie heraus, welche Fahrzeuge bereits serienmäßig mit dem „Schutzengel“ ESP ausgestattet sind und welche nicht. mehr